Ausgezeichnete Appartements

Inmitten der Region Apfelland-Stubenbergsee findet man hoch über der Stubenbergklamm die Burg Neuhaus. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über das Stubenberger Becken mit seinem See und das oststeirische Hügelland bis ins südliche Burgenland. In den letzten Jahrzehnten wurde die Burg komplett revitalisiert und ist heute ein beliebter Ort für diverse Veranstaltungen, Seminare, Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern. Besonders der Rittersaal mit offenem Kamin, roten Ziegelböden und begehbarer Holzgalerie ist für unterschiedlichste Feierlichkeiten sehr beliebt. Die Burg Neuhaus bietet aber nicht nur Veranstaltungsräumlichkeiten, sondern auch drei voll eingerichtete Ferienwohnungen mit herrlicher Aussicht.
Aufgrund der unmittelbaren Nähe der Burg zum Stubenbergsee können die diversen Unterhaltungsprogramme rund um den See genutzt werden. Auch diverse Buschenschänke und Restaurants sind von der Burg aus gut erreichbar.

Die Geschichte

In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Burg Neuhaus von den Grafen von Stubenberg erbaut. Um sie von ihrer 1269 im steirischen Adelsaufstand zerstörten Burg zu unterscheiden wurde sie als „Neues Haus“ bezeichnet. 1375 finden wir die erste urkundliche Nennung eines gewissen Hans von Neuhaus und gleichzeitig erstmals die Nennung der Burg als Adelssitz. Auch diese oststeirische Burg hatte ursprünglich die Aufgabe, Angriffe aus dem Osten abzuwehren, jedoch sind keine Berichte überliefert, die von einem ernsthaften Angriff zeugen würden. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts war die Familie Drachsler auf der Burg Neuhaus ansässig. Im Jahr 1541 gab es einen Brand auf der Burg, bei dem die Burg schwer beschädigt und das Archiv zerstört wurde. Unter Bernhard Drachsler wurde die Burg jedoch wiederaufgebaut und modernisiert. Passend zu dem Brand im Jahr 1541 gibt es die Sage des Neuhauser Strafgerichts. Diese erzählt von drei Brüdern, die in der Burg hausten und rechte Raufbolde und Leuteschinder gewesen sein sollen. Noch dazu sollen sie ihre leibeigenen Bauern geradezu unmenschlich behandelt haben. Eines Tages sollen sie nach Stubenberg geritten sein und dem Pfarrer ein Fass Messwein gestohlen haben. Als bald darauf der Ostersonntag kam und die Leute in die Kirche zur Heiligen Messe gingen, blieben die drei im Rittersaal zurück, wo sie den gestohlenen Wein austranken, schmausten und gottlose Reden führten. Anschließend torkelten sie in den Burghof hinab um den Zwingerhunden den Rest des geweihten Osterfleisches vorzuwerfen. Eben in jenem Augenblick, als die Glocken von Stubenberg zur Wandlung läuteten, erbebte plötzlich die gesamte Burg in ihren Grundfesten und ein Blitzstrahl schlug aus heiterem Himmel in den Bergfried ein, tötete die Brüder und setzte die Burg in Flammen. Im Jahr 1663 erwarb Georg Andree Freiherr von Wurmbrand-Stuppach die Herrschaft, der wiederum Veränderungen an der Burg vornehmen ließ. Im Jahr 1800 löste ein Blitzschlag abermals einen verheerenden Brand aus, der die Burg wieder weitgehend zerstörte. 1809 erwarb der Verwalter von Schielleiten die Herrschaft Neuhaus, bereits acht Jahre später gelang sie an den Reichsfreiherrn Ferdinand von Gudenus. Im Jahr 1982, als auf der etwa 5 m hohen Schutthalde der einstigen Burg bereits Bäume wuchsen, erwarben die Grafen Vetter von der Lilie die Ruine. Diese rekonstruierten die Burg weitgehend originaltreu und errichteten im dritten Stock des Gebäudes Ferienwohnungen, die im Sommer gemietet werden können.

Architektur

Bei der Burg Neuhaus handelt es sich um eine typische turmlose Hausburganlage, die im Laufe der Zeit nur wenig verändert wurde. Der mächtige Palas liegt im Norden des Burgareals, dass in Bruchsteinmauerwerk mit einer Mauerstärke von bis zu drei Metern errichtet wurde. Seine Grundfläche beträgt über 350 m², darüber erstrecken sich vier Wohngeschosse und ein hohes Dachgeschoss. Fensteröffnungen gibt es nur an der sturmfreien Süd- und Ostseite des Palas, die Nordseite verfügt lediglich über einige Lichtschlitze. Charakteristisch für die Burg Neuhaus ist die 32 m hohe Schildmauer, die der westlichen Schmalseite vorgebaut wurde und bis zu 4,5 m dick ist. An den rechteckigen Burghof im Süden des Palas grenzen zwei rechteckige Gebäude, die ursprünglich das Verlies und eine gotische Kapelle beherbergten.

Kontakt

Burg Neuhaus, 8223 Stubenberg am See, Stubenberg 55
T: +43 3176 8633, burg-neuhaus (at) aon. atwww.burg-neuhaus.com

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