Reise in die Vergangenheit

Geheimnisvoll verborgen in der wildromantischen Landschaft der Feistritzklamm, inmitten der schönen Oststeiermark, liegt das Schloss der Familie Herberstein, dem bedeutendsten Adelsgeschlecht der Steiermark nach den Eggenbergern. Bereits im 13. Jahrhundert stand auf der Erhöhung neben der Feistritz eine Burg, die im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut und erweitert wurde und schließlich zum heutigen Gartenschloss Herberstein wurde.

Das Schloss ist aufgrund seines einmaligen Ambiente eine beliebte Location für Empfänge, Dinnerveranstaltungen, Firmen- und Geburtstagsfeiern, Trauungen und Taufen, aber auch für Konzerte, Film- und Fotoshootings. Auch verfügt das Schloss über ein eigenes Kunsthaus und ein Gironcoli-Museum. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wird das Schloss von Gartenanlagen umgeben, deren Blütezeit im 18. und 19. Jahrhundert lag. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Gärten danach vernachlässigt und erst im Jahr 1997 revitalisiert, sodass Besucherinnen und Besucher die Gärten heute so vorfinden, wie die Grafen von Herberstein sie im 17. Jahrhundert bewundern konnten. Direkt an das Schloss angrenzend findet man auch den Tierwelt Herberstein, der Heimat für zahlreiche Tiere aus aller Welt ist und besonders für Familien ein beliebtes Ausflugsziel darstellt.

Die Familiengeschichte

Über die Entstehung des herberstein’schen Hauses gibt es bereits seit ewigen Zeiten die Sage, dass bereits unter Otto dem Großen einer von sieben Brüdern bei der berühmten Schlacht am Lechfeld im Jahr 955 sich besonders hervorgetan haben soll. Dieser soll der Legende nach der Urvater des Geschlechts Herberstein sein, jedoch lässt sich erst von Otto von Herberstein aus eine ununterbrochene Stammlinie nachverfolgen. Dieser lebte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und steht am Beginn der Familie Herberstein, die heute noch im Besitz des Schlosses bei St. Johann bei Herberstein in der Region ApfelLand-Stubenbergsee ist.

Ein Nachfahre Ottos, Siegmund von Herberstein, geboren im Jahr 1486, konnte sich durch seine Leistungen besonders hervorheben: Unter Kaiser Maximilian I., der von 1493 bis 1519 den Titel des römisch-deutschen Kaisers trug, und seinen Nachfolgern unternahm Siegmund rund 69 diplomatische Auslandsreisen, vorwiegend in den Osten Europas. Besonders bekannt sind dabei seine Reise ins Zarenreich Russland und seine Reise an den Hof von Süleyman I., dem großen Herrscher des Osmanischen Reiches, der die Truppen bei der ersten Türkenbelagerung Wiens im Jahr 1529 befehligte. Doch Siegmund war nicht der einzige angesehene Herberstein, und so kann die Familie auf eine Ahnenlinie voller Offiziere und Landeshauptleute zurückblicken, die zu ihren Lebzeiten und weit darüber hinaus hoch im Ansehen der Gesellschaft standen.

Das Schloss

Bereits seit dem 17. Jahrhundert finden wir das Schloss Herberstein in seiner heutigen Form vor. Davor war rund 400 Jahre an der einstmals einfachen Burg mit zweigeschossigen Palas und hoch aufragenden Burgfried gebaut worden, wobei diese ständig erneuert und erweitert wurde. Heute finden wir die drei baugeschichtlichen Epochen Gotik, Renaissance und Barock in einem Bauwerk vereint. So stammen der Rittersaal mit offenem Kamin und Ahnengalerie und die Georgskapelle aus barocken Zeiten, der Florentiner Hof vom italienischen Baumeister Anton Solar ist ein Zeugnis von Renaissancearchitektur. Der Arkadenhof mit einem Schlossbrunnen in der Mitte des Hofes umfasst eine Fläche von rund 600 m². In den ältesten Teilen des Schlosses findet man vermehrt noch den gotischen Baustil, der besonders in Hoch- und Spätmittelalter üblich war.

Kontakt

GARTENSCHLOSS Herberstein, Buchberg 1, 8222 St. Johann bei Herberstein,
T: +43 3176 8825, office (at) herberstein.co. at, www.herberstein.co.at

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