Schloss im Renaissance-Stil

Am Fuße des Ringkogels, im Nordwesten der Hartberger Altstadt findet man das Schloss der Stadt. Ursprünglich Teil der Wehranlage zur Verteidigung gegen Angriffe auf Hartberg, ist es heute Location für unterschiedlichste Veranstaltungen. Mehrmals jährlich finden vor der malerischen Kulisse des Hartberger Schlosses Open-Air-Veranstaltungen statt, wie etwa die Schlosshofserenade oder die Musical Festspiele. Auch diverse Feiern, Tagungen, Seminare und Hochzeiten werden im Schloss der Stadt Hartberg veranstaltet. Auf drei Geschossen findet man Platz, um rund 240 Personen im Schloss unterzubringen. Die Freiflächen innerhalb der Schlossmauer bietet sogar genügend Platz für rund 650 Personen. Eine Besonderheit ist das Abendrestaurant im Schloss Hartberg, dass im märchenhaften Ambiente die unterschiedlichsten Köstlichkeiten und regionale Schmankerl anbietet.
 

Die Geschichte

Bereits im Jahr 1147 findet man die erste urkundliche Erwähnung einer Burg im Gebiet der heutigen Stadt Hartberg, die im Rahmen der Grenzsicherung der Oststeiermark im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Diese wurde von den Traungauern im Auftrag des Landesfürsten am höchsten Punkt der Gegend erbaut.

Die Besitzer der Burg wechselten im Laufe der Zeit einige Male, im Jahr 1572 kam sie in den Besitz der Familie Paar, die die mittelalterliche Burg bereits einige Jahre später zu einem dreigeschossigen Renaissanceschloss ausbauen ließ. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Familie kam es ab 1634 zum mehrmaligen Besitzerwechsel des Schlosses, bis es 1756 wieder in den Besitz der Familie Paar gelangte. Bereits 1850 bot Karl Fürst Paar das Schloss der Stadt Hartberg zum Kauf an, jedoch kam dieser aufgrund des überteuerten Preises nicht zustande. Erst nachdem die Familie ihr Wiener Palais verkaufte und ihre böhmischen Besitzungen verloren hatte, veräußerte sie 1981 das Schloss samt einigem Grundbesitz an die Stadtgemeinde. Dass Schloss war zu dieser Zeit bereits in stark vernachlässigtem Zustand und musste einer umfassenden Renovierung unterzogen werden.

Die Architektur

Die ursprüngliche mittelalterliche Burg wurde aus romanischen Quadersteinen errichtet und im 16. Jahrhundert in ein Schloss im Stil der Renaissance umgestaltet. Als einziger Überrest der landesfürstlichen Burg steht nur noch der nördliche Teil dreigeschossige Palas mit Spitzbogentor. Die Fundamente des einstigen 9,8 x 11 m großen Bergfrieds konnten mittels archäologischer Grabungen erschlossen werden. Der hofseitige Außenaufgang des Schlosses mit Erker und Renaissance-Biforenfenster entstand bei den Umbauarbeiten im 16. Jahrhundert. Auch der gegen Norden vorgeschobene, östlich anschließende Trakt wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts umgebaut. Im zweiten Obergeschoss des Schlosses findet man den großen Rittersaal mit einem steinernen Renaissancekamin und dem Doppelwappen Paar-Haim. Auch findet man in diesem großen Prunkraum noch einige Spuren von Wandmalerei, die jedoch nur noch teilweise erkennbar sind. Im ersten Stock wurden 1958 barocke Wappenmalerei aus dem 17. Jahrhundert freigelegt.
Als einziger Überrest der abgetragenen einstigen Schlosskapelle findet man eine Inschriftentafel am Parktor an der Herrengase von Johann Baptist von Paar und seiner Ehefrau, geborene Haim.

Kontakt

Herrengasse 6, 8230 Hartberg,
T: +43 3332 66001, museum (at) hartberg. at, www.schloesserstrasse.com

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