Wallfahrtskirche mit heiligen Brunnen

Der erste christliche Sakralbau an der Stelle der heutigen Kirche wird bereits um das Jahr 1200 datiert.

Diese ist der Kern der heutigen Kirche und ist anhand der teilweise romanischen Grundmauern nachweisbar. Der Bau ist somit der älteste Sakralbau im Ort, wodurch diese auch namengebend für den St. Erhard wurde.

Um 1300 begann man mit dem Anbau der frühgotischen Erhardikapelle, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche zu einem dreijochigen Langhaus mit zweijochigem Chor ausgebaut. Die Kreuzrippengewölbe des Chors verfügen über besonders reich skulptierte Schlusssteine. Die zweigeschossige Sakristei an der Nordseite des Chors wurde ebenfalls in dieser Zeit errichtet und war wohl vermutlich ursprünglich als Turmbau gedacht. Der bestehende Turmbau auf der Südseite des Langhauses wurde ebenfalls in gotischer Zeit begonnen und in der Mitte des 18. Jahrhunderts fertiggestellt, der, mit einem hohen, gegliederten Laternenhelm bekrönt, das Außenbild der Kirche dominiert. Neun Stufen führen vom Hauptportal hinab in den Kirchenbau, der mit leuchtenden Glasfenstern und hochbarocken Einrichtungen ausgestattet ist.

Die Glasfenster der Kirche zählen zu den bedeutendsten Denkmälern mittelalterlicher Malerei im Alpenraum. Zwei der Glasmalereien in den Maßwerkfenstern des Chores sind sogar noch Originale aus dem 14. Jahrhundert. Die übrigen Glasmalerein, die zwischen 1386 und 1395 für die Kirche geschaffen wurden, wurden im Jahr 1777 bei einem Brand Zerstört. Die verbliebenen Glasmalereien zeigen im linken Fenster Szenen zur Passion Christi und die Apostel Jakobus und Matthäus. Das rechte Fenster zeigt einige Marienszenen und den hl. Erhard. Auch eine stifterscheibe mit Herzog Albrecht III. von Österreich und seinen beiden Gemahlinnen Elisabeth von Böhmen und Beatrix von Hohenzollernist ist im rechten Fenster zu sehen. Im Chorschluss findet man den barocken Hochaltar, der unter anderem ebenfalls den Hl. Erhard zeigt. An der Nordseite des ersten Chorjoches findet man die Marienkapelle aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, ihr gegenüber in der Südkapelle findet man die Leonhardikapelle. Der älteste Altar der Kirche ist der um 1640/50 geschaffene Florianialtar.

Auch beherbergt die Kirche an ihrer Rückseite eine Grotte, deren Wasser einer heilsamen Quelle entspringen soll, die jedoch in den Wintermonaten häufig versiegt.
Hauptpatron und Titelheiliger ist der in Regensburg wirkende Wanderbischof Erhard, der zu Beginn des 8. Jahrhunderts lebte und bereits 1052 heiliggesprochen wurde.

Kontakt

Gasthof Wetzelhütter, 8614 St. Erhard 16, T: +43 3866 2362 

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