Die Wallfahrtskirche weist auf eine Geschichte von rund 380 Jahren zurück

Auf einer Seehöhe von 1.032 m findet man den zur Gemeinde Naintsch gehörenden oststeirischen Wallfahrtsort Heilbrunn, der auf eine rund 400 Jahre lange Wallfahrtsgeschichte zurückblicken kann.

Ursprünglich befand sich hier lediglich ein von einem Bauern gemauertes Kreuz, in dem eine Marienfigur aus Ton stand.

Einer Erzählung nach soll ein erblindeter Holländer nur im Gebet zur Mutter Gottes Kraft und Hoffnung gefunden haben, da dieser auch durch ärztliche Hilfe nicht wieder sehend gemacht werden konnte und sehr bekümmert über sein Schicksal war. Eines Tages hörte er im Traum, wie ihm eine Stimme riet, in die Steiermark zu reisen und dort in der Ortschaft Offenegg einen Brunnen aufzusuchen, neben dem eine Marienstatue steht. Dieser Traum wiederholte sich, und so beschloss der Holländer, sich auf die Reise zu begeben. Als er schließlich bei dem Brunnen ankam, wusch er sich die Augen mit dem Quellwasser und erhielt unmittelbar danach sein Augenlicht zurück.

Einige Jahre später erkrankte der Besitzer der Herrschaft schwer. Während einer Jagd kam dieser an dem Bildstock mit der Marienfigur vorbei und gelobte, hier eine Kapelle statt des Bildstocks zu errichten, wenn er nur gesund werden würde. Tatsächlich wurde er wieder gesund und im Jahr 1672 wurde eine neue Kapelle errichtet, für die auch eine Neue Marienstatue gestiftet wurde.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein einfacher Sakralbau vor Ort errichtet und ab diesem Zeitpunkt nahm der Pilgerstrom aus Nah und Fern immer weiter zu, was sich auch auf die wirtschaftliche Situation vor Ort positiv auswirkte. Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde 1787 unter der Herrschaft Kaiser Josefs II. begonnen, weswegen das Gebäude als schlichte josefinische Saalkirche errichtet wurde. Bereits 1790 konnte die Pfarrkirche mit einem dazu gehörenden Pfarrschulhaus fertiggestellt werden. Der Hochaltar der Wallfahrtskirche stammt aus dem Jahr 1883 und wurde laut Inschrift vom Maler Caspar Tendler und dem Tischler Josef Flausch gestaltet. Die Gnadenstatue der hl. Maria in der Mitte des Altars stammt jedoch bereits aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche verfügt auch über zwei Seitenaltäre, der rechte mit einem Bild des hl. Josephs, der linke mit einem Bild der Hl. Madalena. Die Kanzel der Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Im 19. Jahrhundert wurde in Heillbrunn die sogenannte Lourdesgrotte errichtet, nachdem der Ort in einer Zeitschrift als „Steirisches Lourdes“ bezeichnet wurde. Die letzte Renovierung des Gotteshauses erfolgte im Jahr 2014, wobei vorwiegend das Innere der Kirche aufgebessert wurde. 

Besonders der Gnadenbrunnen vor der Kirche gilt als Wahrzeichen des Ortes, die Kirche selbst ist der Muttergottes geweiht. 
 

Kontakt

8172  Heilbrunn, T: +43 3179 8205

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