Barocke Wallfahrtskirche des 11. Jahrhunderts

Auf dem Weizberg, unmittelbar neben der Stadt Weiz gelegen, findet man auf einer Anhöhe mit wunderschönem Weitblick die römisch-katholische Basilika am Weizberg.

Das erste Gotteshaus an dieser Stelle soll hier bereits um das Jahr 1065 errichtet worden sein und eine romanische Kirche mit einem zweigeschossigen Ostturm gewesen sein. Tatsächlich nachgewiesen ist diese jedoch erst Mitte des 12. Jahrhunderts.

Bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der romanische Bau erweitert. Etwa 400 Jahre später, von 1757 bis 1758 wurde unter Baumeister Josef Hueber der Grundstein für die heutige hochbarocke Basilika gelegt, deren Rohabau eine Länge von fast 54 m und eine Breite von etwa 26 m aufweist.

An der Südseite finden wir eine barocke Zweitrumfassade, in den Abschlussgesimsen der Türmen sind an allen Seiten Uhren angebracht. Die ursprünglichen Zwiebelhelme der Türme wurden nach einem Brand im Jahr 1792 durch einfache Zeltdächer ersetzt.

Die Innengestaltung musste aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einige Jahre warten, sodass Bildhauer Veit Königer und Maler Joseph Adam Ritter von Mölck erst im Jahr 1769 mit ihren Arbeiten beginnen konnten.

Veit Königer fertigte den barocken Hochaltar der Kirche an, in dessen Mittelpunkt eine gotische Pietá steht. Neben der zentralen Figur sehen wir auch den Hl. Johannes, die Hl. Magdalena, Josef von Arimathea und Nikodemus, Maria Salome und Maria Cleophas. Die Kanzel sowie die sechs Seitenaltäre wurden von Jakob Peyers angefertigt.

Die prächtige malerische Ausstattung der Kirche von Josef Adam von Mölck überzieht Wände und Gewölbe zur Gänze. Für die Fresken an der Decke der Kirche wählte der Maler die fünf großen Marienfeste des Kirchenjahres als Thema, die von anderen christlichen Szenen flankiert werden. Vom Eingang ausgehend beginnt die Bilderreihe mit der Verkündigung und der Geburt Mariens, seitlich dazu die Hochzeit zu Kana und das Pfingstfest. In der Flachkuppel des Mitteljochs findet man eine Darstellung der Darbringung Jesu im Tempel, an den dazugehörenden Pendentifs befinden sich Darstellungen der vier Evangelisten. Seitlich davon findet man die Geburt Christi und die Anbetung der Könige, ebenso Marias unbefleckte Empfängnis und den zwölfjährigen Jesus im Tempel bzw. die Beschneidung Christi. Im Chorbereich finden wir die Freskenmalerei zur Himmelfahrt Mariens. Die Wände der Vorhalle und die Jochnischen zeigen diverse Christusszenen, aber auch die vier Kirchenväter und mehrere Heilige. Die Malereien sind im Detail eher weniger ausgearbeitet, es wurde mehr Wert auf den Gesamteindruck gelegt. 

Bereits im 12. Jahrhundert war die Kirche auf dem „Himmelberg“ ein beliebtes Ziel für Wallfahrende, während der Reformationszeit nahmen die Wallfahrten allerdings vorübergehend ein Ende. Im Zuge der Gegenreformation wurden diese wieder beliebter, jedoch wurden ab der Herrschaft Josephs II., dessen Alleinherrschaft 1780 begann, wieder diverse Einschränkungen für Wallfahrten geschaffen.

Mit dem 6. Dezember 2017 wurde die Kirche am Weizberg zur „Basilika minor“ erhoben, nachdem im August 2017 ein entsprechendes Ansuchen nach Rom geschickt wurde.

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