An der Sonnenseite des Wechselgebirges

Am südlichen Abhang des Wechselgebirges, nahe dem Dreiländereck Steiermark-Niederösterreich-Burgenland befindet sich im Nordosten des Bezirkes Hartberg-Fürstenfeld die Stadtgemeinde Friedberg.

Die liebliche Kleinstadt gilt schon seit langem als Geheimtipp für traditionelle Sommerfrische. Von hier aus genießt man einen herrlichen Rundblick auf die grüne, unberührte Hügellandschaft der Oststeiermark und des Südburgenlandes. In der entzückenden historischen Stadt Friedberg laden gastfreundliche Betriebe zum Bummeln und Genießen ein. Die Stadtpfarrkirche und das Stadttor beim Steg sind gut erhaltene Zeugnisse der Vergangenheit Friedbergs, die bei den Besucherinnen und Besuchern sehr beliebt sind und wesentlich zum Altstadtflair von Friedberg beitragen.

Die Stadt besitzt aber nicht nur einen beeindruckenden historischen Kern, sondern beherbergt auch das Thonet-Museum, das ein beliebtes Ausflugsziel für Kunstbegeistere ist. Auch das Familienfreibad Friedberg, das besonders an warmen Sommertagen ein beliebtes Ausflugsziel der Friedberger Bürgerinnen und Bürger ist, ist einen Besuch wert. Unweit der Stadt findet man den Bärengraben, das Naherholungszentrum der Friedberger, das zu entspannenden Spaziergängen durch die Natur einlädt.

Die Geschichte

Die Gründung der Stadt Friedberg erfolgte 1194 unter dem Babenberger Herzog Leopold V. Dieser hatte zuvor den englischen König Richard I. Löwenherz auf seiner Heimreise von einem Kreuzzug gefangengenommen und investierte das für ihn bezahlte Lösegeld in den Ausbau der Städte. So wurde nicht nur Friedberg in dieser Zeit erbaut, sondern auch Wiener Neustadt, in das ein Großteil der Lösegelder investiert wurde. Bereits vor der eigentlichen Stadtgründung unter Leopold V. gab es zum Schutz der Wechselstraße eine Burg im heutigen Stadtteil Ortgraben, die von einer Dorfsiedlung umgeben war.


Die erste urkundliche Nennung der Stadt findet man im Jahr 1245 als „fridberc“. Im Mittelalter befand sich in der Stadt eine bedeutende Burganlage, die später zum Doppelschloss ausgebaut wurde, mittlerweile aber abgetragen ist. Heute ist an dieser Stelle ein weithin sichtbares Kriegerdenkmal zu sehen.


Auch als die ehemalige Burg bereits zur Stadt ausgebaut war hatte Friedberg noch die Aufgabe, den Verkehr über den Wechselpass zu kontrollieren und gleichzeitig die Siedler zu schützen, da immer wieder Angriffe der Ungarn aus dem Osten kamen. Das Schicksal als Grenzstadt setzte Friedberg mehrmals zu, so wurde die Stadt 1418 von den Ungarn teilweise, und 1532 von den Türken gänzlich zerstört. Auch 1708 erlitt die Stadt schwere Schäden im Zuge des Kuruzzenkrieges, im Jahr 1795 gab es einen katastrophalen Stadtbrand. Ein größeres Wirtschaftswachstum blieb Friedberg in seiner Stadtentwicklung versagt, jedoch waren fast 200 Jahre lang rund 30 Tuchmachermeister in der Stadt angesiedelt. Diese stellten für die Bevölkerung ungefärbtes Wifltuch oder für das Militär gefärbtes Tuch her. Seit Beginn des letzten Jahrhunderts wurde in Friedberg die Infrastruktur weitgehend ausgebaut. Durch den Bau der Eisenbahn und der A2 Südautobahn wurde die Stadt an das Verkehrsnetz angeschlossen und ist nun auf bequemen Wegen erreichbar.

Kontakt

Stadtgemeinde Friedberg
Hauptplatz 20, 8240 Friedberg
T: +43 3339 25110
stadtgemeinde (at) friedberg. at
www.friedberg.at

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