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Legendenumwobenes Kirchlein an der Lantschmauer

Am Fuße eines der höchsten Berge der Oststeiermark, dem Hochlantsch, findet man auf etwa 1.363 m die Wallfahrtskirche Schüsserlbrunn. Der Name der Kirche leitet sich von einer angeblich heilsamen Quelle ab, die sich nur wenige Meter hinter der Kapelle befindet. Dort fußt eine senkrechte Felswand, in der sich noch auf Bodenhöhe eine durchschnittlich etwa einen Meter breite Spalte öffnet. Hier tropft in unregelmäßigen Abständen Wasser von der Decke der Felsspalte und sammelt sich in einem kleinen „Felsen-Schüsserl“.

Einer Legende nach soll ein auf den Hängen des Hochlantsch abgestürztes Rind etliche Tage nach dem Absturz hier unbeschadet wiedergefunden worden sein. An der Fundstelle soll angeblich ein Marienbildnis neben einer aus dem Felsen rinnenden Quelle entdeckt worden sein. Diese Geschichte verbreitete sich rasch und bald begannen Menschen scharenweise zu dieser Stelle in den Wald zu pilgern. Eine andere Legende besagt, dass eines Tages eine ungarische Gräfin in einem Traum von der Quelle und ihrer heilsamen Wirkung erfahren haben soll und sich unmittelbar danach mit ihrem blinden Sohn zu Fuß auf die Reise gemacht hat. Als die beiden bei der Quelle ankamen benetze die Gräfin die Augen ihres Sohnes mit dem Wasser der Quelle, wodurch dieser sein Augenlicht zurückerlangt haben soll. Aus Dankbarkeit für die Heilung ihres Sohnes soll die Gräfin eine gemauerte Kapelle gestiftet haben.

Ein Holzkirchlein strotzt allen Bedingungen

Im Jahr 1882 kam es zu einem Neubau der Kapelle. 1915 wurde das hölzerne Kirchlein zur Messkapelle erhoben. Im Jahr 1951 erlitt die Kirche bei einem Felssturz schwere Schäden, bereits 1974 drohte eine abermalige Beschädigung der erst unlängst wieder aufgebauten Kapelle. Aufgrund der ungünstigen und gefährlichen Lage der Kapelle wurde die Initiative „Rettet Schüsserlbrunn“ gestartet und das Gebäude um zehn Meter auf einen neuen Platz mit Betonfundament verschoben. Die Weihe der Kapelle an ihrem neuen Standort erfolgte 1982 und wurde gleichzeitig mit dem 100-jährigen Bestehen des hölzernen Kirchleins gefeiert. Heute kann man mehrmals im Jahr an Gottesdiensten in der Kapelle teilnehmen. Die Kirche ist ein beliebtes Ziel von Pilgergruppen, die gut zu Fuß unterwegs sind. In unmittelbarer Nähe zur Kirche findet man das Gasthaus „Steirischer Jockl“, das ein beliebter Ort zur Rast und Einkehr ist und eine atemberaubende Aussicht bietet.

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober

Kontakt

TV Breitenau, Breitenauerstr. 37, 8614 Breitenau,
T: +43 3866 2262

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