Düngung von Blumen, Obst und Gemüse

Frische Jauchen, Brühen und Tees werden vor allem zur Kräftigung des Pflanzenwachstums und zur Schädlingsabwehr eingesetzt. Schachtelhalm z.B. festigt und härtet das Gewebe, die ätherischen Öle von Holunder und Tomaten wirken als Repellents. d.h. sie vertreiben Schadinsekten oder schrecken sie ab. Zwiebeln, Knoblauch und Kapuzinerkresse haben bakterizide Wirkung. Die schwefelhaltigen Senföle von Zwiebeln, Knoblauch und Meerrettich sowie die ätherischen Öle von Schafgarbe, Kamille und Pfefferminze hemmen Keimung und Wachstum von Pilzen.

Für den Ansatz gilt folgende Faustregel:

  • Auf 10 l Wasser reichen 1 kg frische oder 100-200 g getrocknete Pflanzen.
  • 100 g Droge (getrocknete Pflanzen) entsprechen 600-800 g Frischkraut.
  • 20 l Spritzbrühe reichen für ca. 0,25 ha oder 2.500 m2 Kulturfläche.

Jauche wird immer mit kaltem Wasser hergestellt und kann frisch, gärend und beißend zur Anwendung kommen oder reif und vergoren, was in der Regel der Fall ist. Der Ansatz sollte luftdurchlässig abgedeckt am besten von der Sonne beschienen stehen und muss täglich gerührt werden. Nach 2-3 Tagen kann frische Jauche zur Schädlingsabwehr in einer Verdünnung von 1:50 verwendet werden. Durchgegorene Jauche muss 2 mal täglich gerührt werden und ist nach 10-14 Tagen (bei kühler Witterung länger) in einer Verdünnung von 1:20 als Flüssigdünger und für den Kompost verwendbar. Vergorene Jauche ist reif, wenn sie nicht mehr schäumt.

Kontakt

Eder Permakultur, Elisabeth Eder, Hafning 9, 8160 Weiz,
T: +43 664 5262511, office (at) permakultur. at, www.permakult.at

X